Die Operation Teil II
Ich denke bis heute, dass es vielleicht gar nicht so schlecht war, dass mir so kurz vor der Operation nie mehr Zeit zum Nachdenken oder zum weiteren Tränen vergießen geblieben war.
Nachdem die Stomatherapeutin meinen Bauch bemalt hatte und überall Linien für meine Falten und Kreise für die möglichen späteren Löcher gezeichnet hatte - einen Kreis links und einen rechts vom Bauchnabel - entschwand sie auch wieder und ich wurde abgeholt.
Eine neue fürsorgliche Pflegerin traf die letzten Vorbereitungen.
Ich bin in meinem OP-Hemdchen und dünnen Söckchen von meinem Bett auf eine furchtbare proktologische Stuhl/Liege-Kombi gestiegen und wurde dort verkabelt und kuschelig warm zugedeckt.
Meine Tränen flossen die ganze Zeit weiter.
Als die Pflegerin es sah, versuchte sie mich zu beruhigen. Sie erklärte mir, dass ich es mir vorstellen sollte, als wäre ich ein Auto.
Ein Auto, das jetzt in eine Werkstatt geschoben und repariert werden würde.
Das war natürlich eine schöne Erklärung, doch hatte die Pflegerin wohlmöglich eins nicht verstanden:
Es war nicht die Reparatur in der Werkstatt, die mir Angst machte. Vielmehr war es all das Ungewisse, was nach der Werkstatt auf mich zu kommen würde und von dem ich einfach nicht wusste, ob es richtig war.
..Fortsetzung folgt.