Beutelomausi

Nicht ganz dicht und trotzdem bereit der Welt in den Arsch zu treten.

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Ein ehrlicher Blick auf das Leben mit Morbus Crohn, Stoma und all das, was trotzdem schön ist.

Die Operation Teil I

11. November 2024 12:00 Uhr Instagram

Und dann kam der Tag der Operation.

Es war Januar und natürlich bitterkalt draußen, aber rückblickend gesehen, weiß ich nicht mehr, ob ich wegen der Kälte fror oder doch aufgrund der Angst, vor dem was mich erwartet.

Ich sollte die Erste an diesem Tag sein und mich um 06:30 Uhr zur Aufnahme bei der Anmeldung melden.
Dort musste ich erstmal warten, so dass, als ich schließlich auf der Op-Vorbereitungsstation ankam, man bereits meinen Namen rief und sagte, man hätte mich schon längst erwartet.

So kam es, dass ich mich hastig umziehen und meine Sachen in eine Box stopfen musste, die später auf mein Zimmer gebracht werden würde.

Dann kam sehr zeitnah eine Schwester, die mich im Krankenbett wegfuhr. Ich weinte bereits und als ich erschrocken feststellte, dass mein Freund ebenfalls Tränen in den Augen hatte, wurden es bei mir nur noch mehr.

Im Op-Bereich angekommen, wurde ich zunächst in einen weiteren Sammelraum geschoben, wo alle Patienten auf ihre Op warteten. Hier wurde man nochmals abgefragt, was gemacht werden soll und ob Allergien oder lose Zähne bestehen.

Dann kam plötzlich eine gehetzte Pflegerin rein.
„Ich muss Sie noch einzeichnen!“ rief sie mir zu und entschuldigte sich anschließend.
Sie stellte sich als Sonja, die Stomatherapeutin vor.
Sonja ist rückblickend gesehen wirklich all die Zeit ein Engel gewesen und war von diesem Zeitpunkt an fürsorglich und verständnisvoll.
Es ist nicht ihre Schuld gewesen, dass es so hektisch war.
Es war schlicht eine Fehlplanung.

..Fortsetzung folgt.

Beutelomausi