Über die Hoffnung
Was mir Hoffnung macht: Alex, Karli, Anne - und ihr alle da draußen, die ihr meine Texte lest, Nachrichten schreibt, eure Erfahrungen teilt und Zuversicht spendet! 🤍
Ach so: und eins vielleicht noch.. Spätzle mit viel Soß!
Ich erzähle euch jetzt mal was über die Hoffnung.
Denn so langsam habe ich das Gefühl, je älter ich werde, desto schwieriger wird das - mit der Hoffnung.
Zu häufig in meinem bisherigen Leben war sie da und wurde nicht erfüllt.
Wie oft habe ich schließlich gedacht:
Dieses eine neue Medikament - das wird’s jetzt, das wird alles ändern!
Und Spoiler: das tat es nicht.
Oder diese neue Diät - eine Ernährungsumstellung; ganz diszipliniert. Sie wird mir helfen!
Und Spoiler: sie half mir nicht.
Diese Therapie, nie zuvor gemacht, doch so erfolgversprechend. Dadurch wird alles besser!
Und Spoiler: vielleicht für andere; nur nicht für mich.
So könnte ich ewig weitermachen.
Dinge aufzählen, die mir Hoffnung machten und sich letztlich als Enttäuschung erwiesen.
Und umso schwerer fällt es mir nunmehr, weiterhin zu hoffen. Schließlich ist da ständig diese leise Stimme in meinem Kopf, die sagt: Hey Spoiler, das bringt’s eh nicht!
Und es gleicht einem Aufgeben. Aber was soll man tun?
Vor kurzem kam jemand ganz unerwartet in mein Leben. Das ist das Beste, wenn man nicht danach sucht und es doch findet.
Und dieser jemand legte mir die Hand auf die Schulter und sah mich an und sagte mit seiner sanften, vertrauenswürdigen und selbstsicheren Stimme: „Lilly, wir schaffen das okay? Es gibt noch so viele Möglichkeiten.“
Und trotz all meiner Tränen in diesem Moment, all meiner Hoffnungslosigkeit, all der grenzenlosen Verzweiflung musste ich plötzlich daran denken, dass auch mein Therapeut niemals sagte, er wüsste nicht weiter.
Und, ehrlicherweise, habe ich das auch keinen Arzt jemals äußern hören.
Und ich kann mit Gewissheit sagen, dass auch meine Familie und meine Freunde niemals aufhören würden, mit mir zu kämpfen.
Vielleicht sind es letztlich also gar keine Medikamente, keine großen Therapien und auch keine Operationen, die Hoffnung geben.
Die uns optimistisch in die Zukunft schauen lassen.
Uns Kraft und Zuversicht spenden.
Vielmehr sind es doch die, die immer da sind. Die, die niemals zulassen würden, dass wir die Hoffnung aufgeben.
Die, die uns ihre Hand auf die Schulter legen und Dinge sagen, wie: „Wir schaffen das!“ „Es gibt keine Probleme - nur Lösungen!“ „Ich bin für dich da.“
Und Spoiler: Ich wette jeder von euch hat so Jemanden!